Offenen Brief an den Rat der Stadt Bielefeld übergeben

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Corona-Krise und die daraus resultierenden gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen erschüttern in diesen Monaten unsere Welt. Das Ende der Pandemie ist noch nicht absehbar. Durch das notwendige Herunterfahren der Wirtschaft sind Millionen Menschen in ihrer Existenz bedroht. Die Gesundheit der Menschen und die kurzfristige Unterstützung von Arbeitnehmer*innen und Unternehmen stehen aktuell zu Recht ganz oben auf der Agenda. Zugleich gilt es, die langfristige Zukunftsherausforderung Klimakrise nicht aus den Augen zu verlieren.

Unbeeindruckt von parallel auftretenden Herausforderungen wie der Corona-Pandemie verschärft sich die Klimakrise. Bisherige Klimaschutzmaßnahmen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Gleichzeitig sehen wir die Folgen des Klimawandels etwa in Form von immensen Waldschäden auch bei uns und die Warnungen der Klimawissenschaftler werden immer eindringlicher. Es sind große wirtschaftliche und gesellschaftliche Anstrengungen  notwendig, um die völkerrechtlich verbindlichen Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, also die globale Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen und weitere Anstrengungen zu unternehmen, die Erwärmung auf 1,5 °C zu beschränken.

Dazu muss auch die Stadt Bielefeld ihren Beitrag leisten und entschlossen handeln!

Im Rahmen des Klimanotstands für Bielefeld hat Fridays for Future Bielefeld 10 Hauptforderungen aufgestellt, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens in Bielefeld umzusetzen. Angesichts der Kommunalwahl 2020 rufen wir als Vertreter*innen der Bielefelder Zivilgesellschaft und Wirtschaft den Bielefelder Stadtrat und die hier vertretenen Parteien deshalb auf, entschlossen zu handeln und die von Fridays for Future geforderten Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen! 

Bielefeld wählt und muss handeln – für mehr Klimaschutz und eine klimagerechte Stadtentwicklung!

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